Anhäufung von umgebenden schwarzen Kohlenstoffpartikeln in wichtigen, mit dem Gedächtnis verbundenen Gehirnregionen.
Vanbrabant, K., Van Dam, D., Bongaerts, E., Vermeiren, Y., Bové, H., Hellings, N., Ameloot, M., Plusquin, M., De Deyn, P. P., & Nawrot, T. S. (2024, April 9).
Luftverschmutzung und ihre Auswirkungen auf das Gehirnt
In einer Fallreihe wurde eine etikettenfreie und biokompatible Erkennungstechnik genutzt, um Gehirngewebe von vier verstorbenen Personen mit bestätigter Alzheimer-Erkrankung zu untersuchen. Die Proben stammten aus einem Biorepository in Belgien und wurden zwischen April 2013 und April 2017 gelagert. Die Analyse der schwarzen Kohlenstoffpartikel erfolgte zwischen Juni 2020 und Dezember 2022. Die Forscher quantifizierten die Konzentration der Partikel in verschiedenen Gehirnregionen und verglichen die Werte mithilfe des Kruskal-Wallis-Tests sowie anschließender Dunn-Vergleichstests.
Methodik und Durchführung der Untersuchung
Die integrierte Studie untersucht die Heterogenität von PLC durch die Analyse seiner genomischen und transkriptomalen Eigenschaften sowie seiner Empfindlichkeit gegenüber sieben therapeutisch relevanten Medikamenten. Zudem werden klinische Korrelationen von PLC analysiert. Die Autoren nutzen pharmakogenomische Analysen, um Genexpressionsmuster zu identifizieren und zu bestätigen, die vorhersagen können, wie Patienten auf bestimmte Medikamente reagieren. Dies ermöglicht eine präzisere Kategorisierung der Patienten und kann zur Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien beitragen.
Ergebnisse und mögliche Auswirkungen auf neurodegenerative Erkrankungen
Die Untersuchung ergab, dass schwarze Kohlenstoffpartikel direkt im Gehirn aller vier untersuchten Personen vorhanden waren. Besonders hohe Konzentrationen fanden sich im Thalamus, der präfrontalen Kortexregion, einschließlich der Geruchsblase, sowie im Hippocampus. Im Gegensatz dazu waren die Partikelkonzentrationen im Cingulate-Cortex, der Amygdala und dem übergeordneten temporalen Gyrus signifikant niedriger. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass Luftverschmutzungspartikel in das menschliche Gehirn eindringen und sich in Bereichen ablagern können, die für kognitive Funktionen relevant sind. Dies könnte ein potenzieller Mechanismus sein, der zur Entstehung und zum Fortschreiten neurodegenerativer Erkrankungen beiträgt.
Anhäufung von umgebenden schwarzen Kohlenstoffpartikeln in wichtigen, mit dem Gedächtnis verbundenen Gehirnregionen. – #JournalClub no.069
Anhäufung von umgebenden schwarzen Kohlenstoffpartikeln in wichtigen, mit dem Gedächtnis verbundenen Gehirnregionen.
Luftverschmutzung und ihre Auswirkungen auf das Gehirnt
In einer Fallreihe wurde eine etikettenfreie und biokompatible Erkennungstechnik genutzt, um Gehirngewebe von vier verstorbenen Personen mit bestätigter Alzheimer-Erkrankung zu untersuchen. Die Proben stammten aus einem Biorepository in Belgien und wurden zwischen April 2013 und April 2017 gelagert. Die Analyse der schwarzen Kohlenstoffpartikel erfolgte zwischen Juni 2020 und Dezember 2022. Die Forscher quantifizierten die Konzentration der Partikel in verschiedenen Gehirnregionen und verglichen die Werte mithilfe des Kruskal-Wallis-Tests sowie anschließender Dunn-Vergleichstests.
Methodik und Durchführung der Untersuchung
Die integrierte Studie untersucht die Heterogenität von PLC durch die Analyse seiner genomischen und transkriptomalen Eigenschaften sowie seiner Empfindlichkeit gegenüber sieben therapeutisch relevanten Medikamenten. Zudem werden klinische Korrelationen von PLC analysiert. Die Autoren nutzen pharmakogenomische Analysen, um Genexpressionsmuster zu identifizieren und zu bestätigen, die vorhersagen können, wie Patienten auf bestimmte Medikamente reagieren. Dies ermöglicht eine präzisere Kategorisierung der Patienten und kann zur Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien beitragen.
Ergebnisse und mögliche Auswirkungen auf neurodegenerative Erkrankungen
Die Untersuchung ergab, dass schwarze Kohlenstoffpartikel direkt im Gehirn aller vier untersuchten Personen vorhanden waren. Besonders hohe Konzentrationen fanden sich im Thalamus, der präfrontalen Kortexregion, einschließlich der Geruchsblase, sowie im Hippocampus. Im Gegensatz dazu waren die Partikelkonzentrationen im Cingulate-Cortex, der Amygdala und dem übergeordneten temporalen Gyrus signifikant niedriger. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass Luftverschmutzungspartikel in das menschliche Gehirn eindringen und sich in Bereichen ablagern können, die für kognitive Funktionen relevant sind. Dies könnte ein potenzieller Mechanismus sein, der zur Entstehung und zum Fortschreiten neurodegenerativer Erkrankungen beiträgt.